Was war, was kommt & was bleibt – personal review 2017

Mitte des Jahres war ich mir sicher: Ich würde dieses Jahr an Silvester um Mitternacht in die Dunkelheit schreien:

2017 – Danke für so gar nichts!

Manchmal widerfahren einem Dinge im Leben, die total unerwartet und schmerzvoll dir komplett den Boden unter den Füßen wegreißen. Momente, die Dir dein komplettes Leben aussichtslos erscheinen lassen und nur Trümmerhaufen hinterlassen. Ja, und wenn das Karma dich so richtig gern hat, dann passiert dir das direkt zwei mal hintereinander in nur kurzen Abständen. Kopf in den Sand stecken und über mich ergehen lassen, war meine Devise. 2017 setze ich aus – 2018 wird hoffentlich besser.
Bis dahin, gute Nacht!

Falsch gedacht! In diesen Momenten halte dich an den Menschen fest, die dir ein Bett anbieten, wenn dir dein eigenes verwehrt wird. Menschen die dir sagen „kannst du so machen oder raff deinen verdammten Arsch auf!“, wenn du im Selbstmitleid versinkst. Dir aber trotzdem ihre Schulter zum ausheulen anbieten, wenn du sie dringend brauchst!

Den Mut zusammen genommen, hatte ich mich entschieden 2017 nicht meinem Schicksal zu überlassen, sondern es selbst wieder in die Hände zu nehmen und in die entscheidende Richtung zu lenken. Wie viele von euch wissen, bin ich dieses Jahr den Jakobsweg gelaufen und bin damit für mich einen unglaublichen Schritt eingegangen!
Zu Beginn meines Weges traf ich einen jungen Mann, der mich fragte:

Denkst du, du würdest das alles hier erleben, wenn dir dieses Jahr nicht all‘ das widerfahren wäre?

Eine ganze Weile schwebte mir diese Frage durch den Kopf – was genau soll das bedeuten? Soll ich etwa dankbar für die Ereignisse sein, die mir dieses Jahr widerfahren sind? Erwartet er allen Ernstes, dass nun für mich alles einen Sinn ergibt und ich mich freuen soll? Zu diesem Zeitpunkt konnte ich von dieser Erkenntnis wenig abgewinnen…

Drei Wochen später zurück in Berlin, saßen meine Freundin Karolina und ich bei einem Glas Wein zusammen. Ironischerweise scherzten wir über das verfluchte Jahr 2017, schwelgten in Erinnerungen und stellten verblüffend fest:

Das Jahr war herausfordernd. Aber schön und unvergesslich!

Was ich damit sagen möchte: Manche Dinge die einem passieren, tun weh! Ich will nicht behaupten, dass sie irgendwann einem sinnvoller erscheinen aber es kommt drauf an, was wir daraus machen! Im Endeffekt können auch vermeintlich schreckliche Zeiten mit vielen tollen Erinnerungen verbunden werden! Manchmal benötigen wir Menschen einen emotionalen Arschtritt, um neue Wege im Leben einschlagen zu können und uns persönlich zu entwickeln.

Rückblickend verstehe ich nun, was dieser sehr inspirierende Mann mir mit seiner Frage auf dem Jakobsweg, mir sagen wollte! Egal wie beschissen gewisse Dinge in diesem Jahr waren, ich fühle mich stärker und besser denn je! Wäre all‘ das nicht so passiert, wäre ich jetzt nicht die, die ich bin! Hätte nie so viele inspirierende neue Menschen kennen gelernt, hätte manche Freundschaften nicht intensiviert, mich selber nie so gut kennen gelernt, neue Prioritäten setzen können, nie vermeintlich selbstverständliche Dinge zu schätzen gelernt und wäre definitiv niemals meine größte und schönste Reise angetreten!

Daher werde ich nicht wie anfangs erwartet um Null Uhr wehmütig und undankbar ein vermeintlich doofes Jahr abschütteln! Stattdessen werde ich mit viel Respekt, Stolz und Dankbarkeit 2017 verabschieden und mit noch größerer Vorfreude 2018 begießen.

Doch wer möchte ich eigentlich in 2018 sein? Was möchte ich erreichen und was nehme ich aus 2017 mit?

Zu Beginn dieser vielen Veränderungen im Sommer, erstellte ich eine persönliche Liste für mich. Anfangs nannte ich sie „Plan B“, doch irgendwie war das kein überzeugender und motivierender Titel für eine Liste, die mein Leben verändern sollte. Also nannte ich sie:

How to be the best version of yourself!

In dieser Liste definierte ich neue Ziele und Träume für mein bevorstehendes Leben. Ich unterteilte sie in meine persönlich wichtigsten Lebensbereiche (bspw. berufliche Ziele, Wertvorstellungen und Vorhaben) und setzte Häckchen, wenn ich sie geschafft habe. Ähnlich möchte ich es für 2018 handhaben. Natürlich nehme ich einige offene Punkte aus 2017 mit in das neue Jahr. Genauso aber möchte ich mir für 2018 viele erreichte Ziele, bewahren:

  • Positivität
  • den Fokus auf das Wesentliche im Leben
  • bewusster Konsum
  • Geduld (lässt sich noch ausbauen :P)

Zu guter letzt noch ein paar Bilder aus meinem verflucht und dennoch schönem Jahr 2017:

 

 

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